Sprecher oder CEO
Die Entscheidung, wer in einer bestimmten Angelegenheit öffentlich für das Unternehmen spricht: der Sprecher, der CEO oder ein anderes Vorstandsmitglied.
Nicht jede Angelegenheit erfordert die Stimme des CEO. Im täglichen Medienkontakt, bei operativen Themen oder in einer frühen Krisenphase, in der Fakten noch geklärt werden, ist meist der Sprecher die richtige Stimme. So bleibt die Kommunikation einheitlich, und die Autorität der Unternehmensspitze wird nicht für Themen verbraucht, die sie nicht erfordern.
Es gibt jedoch Situationen, in denen persönliche Verantwortung erwartet wird: Betroffene, eine ernste Sicherheitsgefahr, ein erheblicher Fehler des Unternehmens, Entscheidungen, die viele Mitarbeitende betreffen. Dann kann die Abwesenheit des CEO als Ausweichen vor Verantwortung gelesen werden.
- welches Gewicht das Thema für die Anspruchsgruppen hat,
- ob jemand zu Schaden gekommen ist,
- ob der CEO vorbereitet ist und die Fakten kennt.
Für den Vorstand kommt es darauf an, diese Grundsätze im Voraus festzulegen. Ein CEO, der öffentlich auftreten soll, braucht Vorbereitung: Kernbotschaften, Antworten auf die schwierigsten Fragen und Klarheit darüber, was noch nicht gesagt werden darf.
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